Kreatives Storytelling zur Gästebindung

Stephansplatz Wien

Kreatives Storytelling zur Gästebindung

Professionell bearbeitete Bilder und perfekt gestaltete Texte sind gerade im Tourismus längst zur Selbstverständlichkeit geworden.
Bei der Eigendarstellung haben Attribute wie Vollkommenheit und Makellosigkeit meist oberste Priorität. Dabei wünschen sich potenzielle Gäste eigentlich eine ganz andere Art der Darstellung. Sie möchten Geschichten lesen, die authentisch, echt und real sind.  Sie als Seitenbetreiber stehen also vor der Herausforderung, Ihre Zielgruppe mit kreativem Storytelling mitzureißen und zu begeistern.

Emotionen auslösen und vertrauenerweckend sein
Jeder Text, den wir lesen, ruft Reaktionen in uns hervor. Im besten Fall macht er uns neugierig und bringt uns zum Lächeln, im schlechtesten Fall verwirrt oder langweilt er uns. Liest er sich eher holprig oder überfordert uns die Flut an Details und Informationen, verlieren wir dir Lust, weiterzulesen. Beim Storytelling kommt es also zum einen darauf an, positive Gefühle im Leser auszulösen.

Außerdem möchte er dem Erzähler vertrauen können … und Vertrauen wird nur dann geweckt, wenn nicht nur der Text einen authentischen Eindruck hinterlässt, sondern auch der Verfasser selbst. Darüber hinaus möchte der Leser das Gefühl haben, mitten im Geschehen zu sein und in die Geschichte eingebunden zu werden. Er sollte also direkt angesprochen werden, damit seine Aufmerksamkeit gefesselt wird. Fehlt diese direkte Einbindung oder Ansprache, verliert er schnell das Interesse, da die Geschichte keine echte Relevanz für ihn hat.

Die wichtigsten Grundregeln beim Storytelling

  • Wenn ein Text gelesen wird, schenkt uns der Leser in diesem Moment nicht nur seine Aufmerksamkeit, sondern auch seine Zeit. Schenken Sie ihm mit Ihrer Geschichte dafür etwas zurück: Inspirationen vielleicht, eine bisher unbekannte Sichtweise oder auch das Gefühl, gerade etwas Wunderbares erfahren zu haben.
  • Eine Geschichte sollte niemals unnötig in die Länge gezogen werden. Oft sagen wenige Worte mehr aus als ein ganzer Roman.
  • Offensichtliche Werbung kommt beim Leser nicht gut an, denn er möchte nicht das Gefühl haben, dass ihm etwas aufgedrängt wird. Gutes Storytelling macht Ihre Leser neugierig, so dass sie ganz von sich aus den Wunsch hegen, mehr zu erfahren oder das Gleiche ebenfalls zu erleben. Das funktioniert beispielsweise, indem Sie als Erzähler in der Ich-Perspektive von dem Thema schwärmen.
  • Damit bei Ihrer Zielgruppe schon beim Lesen Bilder im Kopf entstehen, sollte der Text so plastisch und bildhaft wie möglich sein. Im Idealfall bringt er den Leser zum Träumen und weckt Sehnsüchte. Zu nüchterne oder abstrakte Formulierungen sind beim Storytelling daher fehl am Platz.
  • Durch einen Text kommt es zu einer Begegnung zwischen Verfasser und Leser. Diese „Beziehung“ sollte nach Möglichkeit auf Augenhöhe stattfinden. Der Leser will ernst genommen und verstanden werden. Er möchte das Gefühl haben, von einem guten Freund einen tollen Tipp zu bekommen oder ein streng gehütetes Geheimnis zu erfahren.
  • Eine gute Geschichte folgt immer einem roten Faden und konzentriert sich auf ein Hauptthema. Stecken Sie mehrere Themen oder Ideen in eine Geschichte, können die einzelnen Informationen keine Wirkung erzielen und der Leser wird durch die Fülle der Eindrücke verwirrt.